Der Rückgang des Kieferknochens, auch als Knochenabbau bezeichnet, ist ein häufiges, aber oft unterschätztes zahnmedizinisches Problem. In vielen Fällen verläuft dieser Prozess langsam und schmerzfrei, kann jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Mundgesundheit, die Stabilität der Zähne und sogar auf das Erscheinungsbild des Gesichts haben. Die gute Nachricht: Es gibt wirksame Behandlungsmöglichkeiten – insbesondere, wenn der Knochenabbau frühzeitig erkannt wird.
Ursachen des Knochenabbaus im Kieferbereich
Die häufigste Ursache für den Abbau des Kieferknochens ist die Parodontitis. Unbehandelte Zahnfleischentzündungen können langfristig den Knochen schädigen, der die Zähne stützt. Weitere mögliche Ursachen sind:
Da der Knochenabbau in frühen Stadien meist keine Schmerzen verursacht, bleibt er oft lange unbemerkt.
Was ist bei Knochenabbau im Kiefer zu tun?
Der erste und wichtigste Schritt ist eine gründliche zahnärztliche Untersuchung, häufig ergänzt durch Röntgenaufnahmen. Abhängig vom Ausmaß des Knochenverlustes stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung:
Je früher der Knochenabbau erkannt wird, desto besser lassen sich weitere Schäden verhindern.
Vorbeugung von Knochenabbau
Der Schutz des Kieferknochens beginnt im Alltag. Eine konsequente Mundhygiene ist entscheidend, um Entzündungen und Zahnverlust zu vermeiden. Dazu gehören:
Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die natürliche Struktur des Kiefers langfristig zu erhalten.
Fazit
Der Rückgang des Kieferknochens ist eine ernstzunehmende, aber behandelbare Erkrankung. Moderne zahnmedizinische Verfahren ermöglichen es heute, den Knochenabbau zu verlangsamen oder gezielt zu behandeln. Eine frühzeitige Abklärung und individuell angepasste Therapien spielen dabei eine zentrale Rolle für den langfristigen Erhalt der Mundgesundheit.
Praktischer Tipp
Der Kieferknochen bleibt nur dann stabil, wenn er regelmäßig belastet wird. Der rechtzeitige Ersatz fehlender Zähne kann dazu beitragen, weiteren Knochenabbau zu vermeiden und die natürliche Funktion des Kiefers zu unterstützen. So lassen sich spätere, aufwendigere Behandlungen oft verhindern.
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